Wohnen in Spanien: Mieten, Kaufen und laufende Kosten

Wer nach Spanien auswandert, muss früher oder später eine der wichtigsten Entscheidungen treffen: Wohnung oder Haus mieten – oder eine Immobilie kaufen?

Auf den ersten Blick erscheint die Wohnungssuche häufig einfacher als die Behördengänge. In der Praxis kann gerade das Wohnen jedoch zu einer der größten Herausforderungen beim Neustart in Spanien werden. In beliebten Regionen sind die Preise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, gute Mietwohnungen sind teilweise knapp und beim Immobilienkauf kommen neben dem eigentlichen Kaufpreis Steuern, Notar, Grundbuch und weitere Kosten hinzu.

Besonders deutlich erleben wir diese Entwicklung auf den Kanarischen Inseln. Auf Teneriffa haben sich sowohl Miet- als auch Kaufpreise in vielen Gegenden erheblich verändert.

Dieser Leitfaden erklärt, wie Mieten und Kaufen in Spanien grundsätzlich funktionieren, welche laufenden Kosten berücksichtigt werden sollten und worauf Auswanderer bei Maklern, Mietverträgen und Immobilienkäufen achten sollten.

Mieten oder kaufen in Spanien?

Ob Mieten oder Kaufen sinnvoller ist, lässt sich nicht allgemein beantworten.

Wer Spanien zunächst kennenlernen möchte, sollte häufig nicht sofort eine Immobilie kaufen. Regionen, die im Urlaub attraktiv erscheinen, können sich im Alltag ganz anders anfühlen.

Auch innerhalb einer Insel oder Stadt gibt es erhebliche Unterschiede bei Klima, Verkehr, Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten und medizinischer Versorgung.

Eine Mietwohnung bietet deshalb zunächst mehr Flexibilität.

Wer dagegen bereits länger in einer Region lebt, seinen dauerhaften Lebensmittelpunkt dort gefunden hat und über ausreichendes Kapital verfügt, kann über einen Immobilienkauf nachdenken.

Wichtig ist dabei, nicht allein mit deutschen Vorstellungen an den spanischen Immobilienmarkt heranzugehen.

Wie teuer ist Mieten in Spanien?

Die Mietpreise unterscheiden sich enorm nach Region, Stadt, Lage und Wohnungsart.

Madrid, Barcelona, die Balearen, die Kanaren, Málaga und andere stark nachgefragte Regionen können erheblich teurer sein als ländliche Gebiete oder kleinere Städte im Landesinneren.

Auch innerhalb einer Stadt können wenige Kilometer einen erheblichen Preisunterschied ausmachen.

Deshalb sind landesweite Durchschnittspreise für jemanden, der tatsächlich eine Wohnung sucht, nur eingeschränkt hilfreich.

Unsere Erfahrung mit den Mieten auf Teneriffa

Wir beobachten den Wohnungsmarkt auf Teneriffa seit mehreren Jahren und haben den Preisanstieg selbst erlebt.

Vor ungefähr vier bis fünf Jahren waren nach unserer Erfahrung in touristisch geprägten Gebieten noch Apartments für ungefähr 400 bis 500 Euro monatlich zu finden.

Heute sieht die Situation insbesondere in Puerto de la Cruz deutlich anders aus. Bei unserer aktuellen Marktbeobachtung sind brauchbare längerfristige Wohnungen unter ungefähr 700 bis 800 Euro monatlich erheblich schwieriger zu finden.

Das sind unsere persönlichen Erfahrungen und keine allgemeingültigen Durchschnittspreise für ganz Teneriffa. Größe, Lage, Ausstattung und Mietdauer haben erheblichen Einfluss auf den tatsächlichen Preis.

Die offiziellen beziehungsweise aktuellen Marktdaten bestätigen allerdings den grundsätzlichen Trend: Wohnen auf den Kanaren ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden.

Warum sind Wohnungen auf den Kanaren so teuer geworden?

Für die Entwicklung gibt es nicht nur eine Ursache.

Auf Inseln ist der verfügbare Wohnraum grundsätzlich begrenzt. Gleichzeitig treffen in beliebten Regionen unterschiedliche Gruppen auf denselben Immobilienmarkt: Einheimische, Menschen vom spanischen Festland, ausländische Residenten, Auswanderer, Investoren und teilweise touristische beziehungsweise saisonale Nachfrage.

Dazu kommen gestiegene Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten.

Für jemanden, der heute nach Teneriffa zieht, ist deshalb besonders wichtig, mit aktuellen Preisen zu kalkulieren und sich nicht auf Erfahrungen von vor fünf oder zehn Jahren zu verlassen.

Wo findet man Mietwohnungen in Spanien?

Ein großer Teil der Wohnungssuche findet heute online statt.

Zu den bekannten Immobilienportalen gehört beispielsweise Fotocasa. Daneben gibt es weitere große Immobilienplattformen sowie regionale Makler.

Auf den Kanaren haben wir außerdem gute Erfahrungen damit gemacht, auf Milanuncios nach Angeboten zu suchen.

Dort findet man neben gewerblichen Angeboten auch private Inserate. Nach unserer Erfahrung können dort teilweise interessante oder günstigere Angebote auftauchen.

Allerdings sind Spanischkenntnisse dort besonders hilfreich. Wer ausschließlich auf deutschsprachige Angebote angewiesen ist, schränkt den verfügbaren Markt erheblich ein.

Deutschsprachige Makler auf den Kanaren

Auf den Kanaren gibt es zahlreiche deutschsprachige Immobilienmakler und Vermittler.

Das kann für Neuankömmlinge sehr angenehm sein. Besichtigungen, Fragen zur Wohnung und Vertragsdetails lassen sich in der eigenen Sprache wesentlich leichter klären.

Deutschsprachig bedeutet allerdings nicht automatisch seriös oder fachlich geeignet.

Gerade in Regionen mit vielen ausländischen Residenten treten auch Personen als Vermittler auf, bei denen nicht immer sofort erkennbar ist, in welcher Eigenschaft sie handeln und ob sie tatsächlich vom Eigentümer beauftragt wurden.

Deshalb sollte vor einer Zahlung geklärt werden, wer Eigentümer beziehungsweise berechtigter Vermieter ist, in welcher Rolle ein Vermittler auftritt und wofür genau Geld verlangt wird.

Vorsicht bei angeblichen privaten Wohnungsvermittlern

Besonders vorsichtig sollte man werden, wenn vor einer Besichtigung größere Beträge verlangt werden oder angeblich sofort überwiesen werden muss, weil es zahlreiche weitere Interessenten gibt.

Eine hohe Nachfrage ist in vielen Regionen real. Sie darf aber nicht dazu führen, dass grundlegende Prüfungen übersprungen werden.

Vor größeren Zahlungen sollte nachvollziehbar sein:

  • welche konkrete Immobilie vermietet wird,
  • wer der Vermieter ist,
  • wer einen Vermittler beauftragt hat,
  • welche Vertragsart angeboten wird,
  • wie hoch Miete und Kaution sind,
  • welche Nebenkosten enthalten sind,
  • für welchen Zeitraum der Vertrag geschlossen wird.

Wie hoch ist die Kaution bei einer Mietwohnung?

Bei einer normalen Vermietung einer Wohnung als dauerhafter Hauptwohnsitz beträgt die gesetzliche Kaution grundsätzlich eine Monatsmiete.

Daneben können im gesetzlichen Rahmen weitere Sicherheiten vereinbart werden.

Wichtig ist deshalb, zwischen Kaution, gegebenenfalls zusätzlicher Sicherheit und einer möglicherweise verlangten Vermittlungsprovision zu unterscheiden.

Muss der Mieter die Maklerprovision bezahlen?

Bei einer normalen Wohnraummiete als gewöhnlichem Hauptwohnsitz trägt nach der aktuellen gesetzlichen Regelung der Vermieter die Kosten der Immobilienvermittlung und der Vertragsformalitäten.

Das ist wichtig, weil in der Praxis noch immer andere Modelle angeboten oder Kosten anders bezeichnet werden können.

Anders kann die Situation bei Verträgen sein, die rechtlich keine normale dauerhafte Wohnraummiete darstellen, beispielsweise bei bestimmten Saison- oder temporären Mietverhältnissen.

Deshalb sollte zuerst geklärt werden, welche Art Mietvertrag tatsächlich abgeschlossen wird.

Unsere Erfahrung mit Maklerprovisionen

Aus der Praxis auf den Kanaren kennen wir noch sehr häufig das Modell einer Vermittlungsprovision in Höhe von ungefähr einer Monatsmiete.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine solche Forderung bei jeder heutigen Wohnraummiete zulässig ist.

Gerade deshalb ist es wichtig, aktuelle gesetzliche Regeln und die konkrete Vertragsart zu prüfen, statt einfach zu bezahlen, weil eine Forderung auf den Kanaren angeblich üblich sei.

Was sollte im Mietvertrag stehen?

Ein Mietvertrag sollte nicht nur den monatlichen Mietpreis nennen.

Vor der Unterschrift sollte insbesondere geprüft werden:

  • Wer ist Vermieter?
  • Welche Wohnung wird genau vermietet?
  • Wie lange läuft der Vertrag?
  • Wie hoch ist die Monatsmiete?
  • Wie hoch ist die Kaution?
  • Gibt es weitere Sicherheiten?
  • Welche Nebenkosten sind enthalten?
  • Wer bezahlt Strom und Wasser?
  • Wer trägt gegebenenfalls Gemeinschaftskosten?
  • Welche Regelungen bestehen zu Reparaturen?
  • Wie und wann kann gekündigt werden?
  • Ist die Wohnung möbliert und gibt es ein Inventar?

Wer einen spanischen Vertrag nicht ausreichend versteht, sollte ihn nicht einfach unterschreiben.

Ist Wasser in Spanien in der Miete enthalten?

Das lässt sich nicht allgemein sagen.

Aus unserer Erfahrung auf Teneriffa ist Wasser bei vielen Apartments bereits in der Miete beziehungsweise in den Gemeinschaftskosten enthalten.

Das gilt jedoch keineswegs für jede Wohnung.

Vor Vertragsabschluss sollte ausdrücklich geklärt werden, ob Wasser separat abgerechnet wird und wer Vertragspartner des Versorgers ist.

Wie hoch sind die Stromkosten in Spanien?

Auch die Stromkosten hängen stark von Verbrauch, Tarif, Wohnungsgröße und Ausstattung ab.

Auf den Kanaren spielt beispielsweise eine Rolle, ob Warmwasser elektrisch erzeugt wird, wie häufig Klimaanlagen oder andere größere Verbraucher genutzt werden und welcher Stromtarif besteht.

Unsere eigene Erfahrung zeigt deutlich, wie sich die Kosten verändert haben: Für ein Apartment lagen unsere Stromkosten vor ungefähr fünf Jahren teilweise bei etwa 25 Euro. Heute liegen sie bei vergleichbarer Größenordnung und Nutzung eher bei ungefähr 50 Euro.

Auch das ist ein persönlicher Erfahrungswert und keine allgemeine Stromkostenpauschale für Spanien.

Welche weiteren laufenden Kosten sollte man einplanen?

Neben Miete oder Finanzierung können weitere regelmäßige Kosten entstehen.

Dazu gehören je nach Wohnung insbesondere:

  • Strom,
  • Wasser,
  • Internet und Telefon,
  • Hausrat- beziehungsweise andere Versicherungen,
  • gegebenenfalls Parkplatz oder Garage,
  • bei Eigentum Gemeinschaftskosten der Eigentümergemeinschaft,
  • kommunale Abgaben und Immobiliensteuer bei Eigentum,
  • Instandhaltung und Reparaturen.

Gerade beim Immobilienkauf sollten diese laufenden Kosten zusätzlich zum Kaufpreis betrachtet werden.

Immobilie in Spanien kaufen: Was sollte man beachten?

Eine Immobilie in Spanien zu kaufen ist grundsätzlich gut machbar. Trotzdem sollte ein Kauf sorgfältiger vorbereitet werden als eine normale Wohnungssuche zur Miete.

Vor dem Kauf sollten insbesondere die Eigentumsverhältnisse, mögliche Hypotheken oder andere Belastungen, der rechtliche und bauliche Status der Immobilie sowie bei Wohnungen die Situation der Eigentümergemeinschaft geprüft werden.

Auch ein günstiger Kaufpreis allein sagt wenig darüber aus, ob eine Immobilie tatsächlich ein gutes Angebot ist. Renovierungsbedarf, offene Verpflichtungen, geplante Arbeiten am Gebäude oder rechtliche und technische Probleme können einen vermeintlich günstigen Kauf erheblich verteuern.

Ein Immobilienkauf kann sowohl privat als auch über einen Makler erfolgen. Wir haben selbst auf Teneriffa bereits ohne Makler gekauft. Entscheidend ist unabhängig vom Verkaufsweg, dass die Unterlagen geprüft werden und klar ist, wer welche Aufgabe bei der Abwicklung übernimmt.

Welche Kosten entstehen beim Immobilienkauf in Spanien?

Der Kaufpreis ist nicht der einzige Betrag, den Käufer einplanen müssen. Hinzu kommen je nach Immobilie und Kaufvorgang insbesondere Steuern, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Kosten für einen Rechtsanwalt, eine Gestoría, Übersetzungen, technische Prüfungen oder die Zahlungsabwicklung über eine Bank.

Welche Steuern anfallen, hängt unter anderem davon ab, ob eine gebrauchte Immobilie oder ein Neubau gekauft wird und in welcher autonomen Gemeinschaft sich die Immobilie befindet.

Auf den Kanarischen Inseln fällt beim Kauf einer gebrauchten Immobilie grundsätzlich die Grunderwerbsteuer ITP an. Daneben können unter bestimmten Voraussetzungen ermäßigte Regelungen gelten. Käufer sollten die konkrete steuerliche Situation deshalb vor dem Kauf prüfen und ausreichend finanziellen Spielraum für die Kaufnebenkosten einplanen.

Was kostet eine eigene Wohnung nach dem Kauf?

Auch eine vollständig bezahlte Immobilie verursacht laufende Kosten. Eigentümer sollten unter anderem mit kommunalen Immobilienabgaben, Gemeinschaftskosten, Strom und gegebenenfalls Wasser, Versicherungen sowie Reparaturen und Instandhaltung rechnen.

Bei Apartmentanlagen können die Gemeinschaftskosten erheblich variieren. Pool, Aufzüge, Gartenanlagen, Rezeption und andere Gemeinschaftseinrichtungen erhöhen in der Regel die laufenden Kosten.

Vor dem Kauf sollte deshalb nicht nur die Wohnung selbst betrachtet werden. Auch der Zustand des gesamten Gebäudes, die Höhe der Gemeinschaftskosten und möglicherweise anstehende größere Arbeiten sind wichtig. Eine günstige Wohnung kann teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf beispielsweise eine größere Sonderumlage für Dach, Fassade oder Aufzug erforderlich wird.

Immobilienkauf in Spanien sorgfältig vorbereiten

Wer konkret eine Immobilie kaufen möchte, sollte den Ablauf bereits vor einer Reservierung oder ersten größeren Zahlung kennen. Dazu gehören unter anderem die Prüfung des Grundbuchs und der Nota Simple, mögliche Belastungen und Gemeinschaftsschulden, Reservierungs- und Arras-Vereinbarungen, der Notartermin, die Zahlung des Kaufpreises, die anfallenden Steuern und anschließend die Eintragung im Grundbuch.

Gerade wenn man zum ersten Mal in Spanien kauft oder nicht ausreichend Spanisch spricht, kann Unterstützung vor Ort viel Zeit und Unsicherheit ersparen. SpanienHelfer kann bei der praktischen Organisation unterstützen, Unterlagen und Termine vorbereiten und bei Bedarf dabei helfen, den passenden Makler, Gestor, Rechtsanwalt oder anderen Fachmann zu finden.

Den vollständigen Ablauf vom ersten Kaufinteresse bis zur Grundbucheintragung behandeln wir ausführlich in unserem Ratgeber zum Immobilienkauf in Spanien.

Erst mieten und später kaufen?

Für viele Auswanderer halten wir diesen Weg für sinnvoll.

Wer zunächst mietet, lernt die Region im Alltag kennen.

Man erlebt Verkehr, Klima, Nachbarschaft, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und Entfernungen nicht nur während eines Urlaubs, sondern über mehrere Monate.

Auf Teneriffa ist das besonders interessant, weil sich verschiedene Inselregionen klimatisch und im täglichen Leben deutlich unterscheiden können.

Eine Immobilie lässt sich später kaufen. Eine vorschnell gekaufte Immobilie wieder zu verkaufen, ist wesentlich aufwendiger.

Typische Fehler bei der Wohnungssuche

  • Nur auf deutschsprachigen Plattformen suchen.
  • Unter Zeitdruck eine Wohnung nehmen, ohne Vertrag und Vermieter zu prüfen.
  • Geld überweisen, bevor die Immobilie und der Vertrag ausreichend geprüft wurden.
  • Mietpreis mit den gesamten Wohnkosten verwechseln.
  • Nicht klären, ob Wasser, Strom oder andere Kosten enthalten sind.
  • Eine Saisonmiete mit einem normalen dauerhaften Wohnraummietvertrag verwechseln.
  • Unzulässige beziehungsweise fragwürdige Vermittlungskosten ungeprüft bezahlen.
  • Sich ausschließlich auf mündliche Zusagen verlassen.

Typische Fehler beim Immobilienkauf

  • Nur den Kaufpreis kalkulieren.
  • Keine aktuelle Grundbuchinformation prüfen.
  • Eigentums- oder Belastungsverhältnisse nicht ausreichend klären.
  • Eine Reservierung oder Anzahlung unterschreiben, ohne die Bedingungen zu verstehen.
  • Steuern und Kaufnebenkosten unterschätzen.
  • Bankgebühren und Zahlungsweg erst kurz vor dem Notartermin klären.
  • Sprachprobleme beim Notar erst am Tag der Beurkundung ansprechen.
  • Gemeinschaftskosten und mögliche Sonderumlagen nicht prüfen.
  • Davon ausgehen, dass ein Makler automatisch sämtliche rechtlichen Interessen des Käufers prüft.

Warum Kontakte vor Ort beim Wohnen besonders wertvoll sind

Wohnungssuche und Immobilienkauf zeigen sehr gut, warum ein Ansprechpartner vor Ort hilfreich sein kann.

Es geht nicht darum, dass ein einzelner Mensch sämtliche Aufgaben übernehmen muss.

Viel wichtiger ist zu wissen, wen man für welches Problem benötigt.

Für eine Wohnungssuche kann ein lokaler Makler hilfreich sein. Bei rechtlichen Fragen kann ein Anwalt erforderlich sein. Steuerliche Fragen gehören zu einem entsprechend qualifizierten Steuerberater beziehungsweise Gestor. Beim Kauf kommen Notar und Grundbuch hinzu. Bei Sprachproblemen kann ein geeigneter Übersetzer oder Dolmetscher notwendig werden.

Wer neu in Spanien ist, kennt diese Ansprechpartner normalerweise noch nicht.

Hilfe bei Wohnungssuche und Immobilienangelegenheiten in Spanien

SpanienHelfer unterstützt Menschen, die nach Spanien ziehen oder bereits hier leben, bei den praktischen und organisatorischen Schritten rund um das Wohnen.

Dabei geht es nicht darum, einen Rechtsanwalt, Steuerberater, Notar oder Immobilienfachmann zu ersetzen.

Wir können beispielsweise dabei helfen:

  • die Wohnungssuche zu organisieren,
  • spanischsprachige Angebote zu verstehen und Kontakt aufzunehmen,
  • Besichtigungstermine zu koordinieren,
  • bei Besichtigungen zu begleiten,
  • Fragen an Vermieter oder Vermittler vorzubereiten,
  • Unterlagen für eine Anmietung zusammenzustellen,
  • bei der Kommunikation mit Maklern und Vermietern zu unterstützen,
  • bei einem Immobilienkauf die organisatorischen Schritte zu koordinieren,
  • Notartermine vorzubereiten,
  • bei Bedarf geeignete Fachleute für rechtliche, steuerliche oder andere Spezialfragen einzubeziehen.

Gerade beim Wohnen ist das häufig wertvoller, als dem Kunden lediglich eine allgemeine Anleitung zu geben.

Wer neu in Spanien ist, möchte möglicherweise gar nicht selbst herausfinden, welcher Makler seriös ist, welches Notariat Termine hat, wer bei einem spanischen Vertrag helfen kann oder welcher Fachmann für ein konkretes Problem benötigt wird.

SpanienHelfer versteht sich deshalb als praktischer Ansprechpartner vor Ort: Wir helfen bei der Organisation und begleiten die einzelnen Schritte – und holen dort Spezialisten hinzu, wo Fachwissen oder eine entsprechende berufliche Qualifikation erforderlich ist.

FAQ zum Wohnen in Spanien

Wie viel kostet eine Mietwohnung auf Teneriffa?

Das hängt stark von Ort, Lage, Größe und Mietdauer ab. In unserer persönlichen Marktbeobachtung sind die Preise in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. In Puerto de la Cruz sind brauchbare längerfristige Apartments im Bereich unter etwa 700 bis 800 Euro inzwischen deutlich schwieriger zu finden als noch vor einigen Jahren. Das ist eine Marktbeobachtung und kein garantierter Mindestpreis.

Wo kann ich auf Teneriffa eine Wohnung suchen?

Neben Immobilienportalen und örtlichen Maklern nutzen wir unter anderem Fotocasa und Milanuncios. Gerade bei privaten beziehungsweise spanischsprachigen Angeboten können Spanischkenntnisse die Auswahl deutlich erweitern.

Wie hoch ist die Kaution in Spanien?

Bei einer normalen dauerhaften Wohnraummiete beträgt die gesetzliche Kaution grundsätzlich eine Monatsmiete. Zusätzliche Sicherheiten können im gesetzlichen Rahmen vereinbart werden.

Muss ich als Mieter eine Maklerprovision bezahlen?

Bei einer normalen Vermietung als gewöhnlicher Hauptwohnsitz trägt nach der derzeitigen gesetzlichen Regelung der Vermieter die Kosten der Immobilienvermittlung und Vertragsformalitäten. Bei anderen Vertragsarten kann die Situation anders sein. Deshalb muss zunächst die konkrete Mietform geprüft werden.

Ist Wasser auf Teneriffa in der Miete enthalten?

Nach unserer Erfahrung ist Wasser bei vielen Apartments enthalten beziehungsweise über Gemeinschaftskosten abgedeckt. Das ist aber keine allgemeine Regel und sollte vor Vertragsabschluss ausdrücklich geklärt werden.

Kann ein Deutscher eine Immobilie in Spanien kaufen?

Grundsätzlich können auch deutsche beziehungsweise andere ausländische Käufer Immobilien in Spanien erwerben. Für die praktische Abwicklung werden jedoch unter anderem Identifikation beziehungsweise NIE, Zahlungsabwicklung, Steuerfragen, Notar und Grundbuch relevant.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer auf den Kanaren?

Bei gebrauchten Immobilien beträgt der reguläre ITP-Satz auf den Kanaren derzeit grundsätzlich 6,5 Prozent. Unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen können abweichende beziehungsweise ermäßigte Regelungen gelten. Bei Neubauten gelten andere steuerliche Regeln.

Brauche ich beim Immobilienkauf einen Anwalt?

Ein Rechtsanwalt ist nicht mit dem Notar gleichzusetzen. Ob eine zusätzliche anwaltliche Prüfung sinnvoll oder erforderlich ist, hängt vom Objekt und vom Vorgang ab. Bei unklaren Eigentumsverhältnissen, Vertragsfragen, baurechtlichen Problemen oder anderen rechtlichen Risiken sollte qualifizierter Rechtsrat eingeholt werden.

Kann ich eine Immobilie ohne Makler kaufen?

Ja. Wir haben selbst eine Immobilie auf Teneriffa ohne Makler gekauft. Ein Privatkauf bedeutet jedoch nicht, dass auf Prüfungen verzichtet werden sollte. Eigentum, Grundbuch, Belastungen, Verträge, Steuern und weitere relevante Punkte müssen trotzdem geklärt werden.

Sollte man vor dem Kauf erst auf Teneriffa mieten?

Für jemanden, der die Insel bisher hauptsächlich aus Urlauben kennt, kann das sehr sinnvoll sein. Mehrere Monate Alltag vermitteln einen wesentlich besseren Eindruck von einer Region als ein Ferienaufenthalt.

Checkliste für die Mietwohnung in Spanien

  • Ort und Umgebung auch außerhalb der Urlaubszeit prüfen
  • Mietpreis und sämtliche Nebenkosten klären
  • Vermieter beziehungsweise Vermittler prüfen
  • Vertragsart verstehen
  • Kaution und weitere Sicherheiten prüfen
  • Strom und Wasser klären
  • Inventar bei möblierten Wohnungen dokumentieren
  • keine größeren Zahlungen ohne nachvollziehbare Grundlage leisten
  • spanischen Vertrag vor Unterschrift vollständig verstehen

Checkliste für den Immobilienkauf in Spanien

  • Gesamtbudget einschließlich Nebenkosten festlegen
  • NIE beziehungsweise erforderliche Identifikation vorbereiten
  • Eigentümer prüfen
  • aktuelle Grundbuchinformationen einholen
  • Belastungen und Hypotheken prüfen
  • Gemeinschaftskosten und mögliche Rückstände prüfen
  • Zustand und gegebenenfalls baurechtliche Situation prüfen
  • Reservierungs- und Anzahlungsverträge vor Unterschrift verstehen
  • Kaufsteuer und weitere Nebenkosten kalkulieren
  • Zahlungsweg rechtzeitig mit der Bank klären
  • Notartermin und benötigte Unterlagen vorbereiten
  • Sprachfrage vor dem Notartermin klären
  • Eintragung im Grundbuch sicherstellen

Fazit: Wohnen in Spanien braucht heute mehr Vorbereitung als früher

Spanien kann weiterhin ein attraktiver Ort zum Leben sein. Der Wohnungsmarkt hat sich jedoch verändert.

Gerade in beliebten Regionen wie den Kanaren sind Miet- und Kaufpreise deutlich gestiegen. Wer mit Preisvorstellungen von vor fünf oder zehn Jahren nach Teneriffa kommt, kann deshalb überrascht werden.

Unsere eigene Erfahrung zeigt beide Seiten dieser Entwicklung. Apartments, die vor einigen Jahren noch für ungefähr 400 bis 500 Euro gemietet werden konnten, sind heute erheblich teurer. Ein Studio, das wir selbst für rund 40.000 Euro gekauft haben, hat nach unserer heutigen Einschätzung einen Marktwert von ungefähr 110.000 Euro.

Solche Entwicklungen sind jedoch keine Garantie für die Zukunft.

Beim Mieten kommt es deshalb darauf an, einen passenden und rechtlich verständlichen Vertrag zu finden. Beim Kaufen müssen neben dem Preis auch Grundbuch, Steuern, Notar, Zahlungsabwicklung und laufende Kosten berücksichtigt werden.

Viele dieser Schritte kann man selbst erledigen. Aber gerade beim Wohnen zeigt sich, wie wertvoll gute Kontakte vor Ort sein können.

Man muss nicht jeden spanischen Verwaltungs- und Immobilienprozess selbst beherrschen. Man muss wissen, wen man für den jeweiligen Schritt braucht – und genau dabei kann SpanienHelfer unterstützen.